„Hilf mir, meine Rolle in der Gesellschaft zu finden.“
„Erziehung ist keine Vorbereitung auf das Leben, Erziehung ist das Leben selbst.“
(M. Montessori)
Die Sekundarstufe I der Montessori-Schule Marburg orientiert sich am Erdkinderplan nach Maria Montessori, wie er von der Deutschen Montessori Gesellschaft (DMG) für die Arbeit mit Jugendlichen fachlich ausgearbeitet wurde.
Während in der Kindheit der Wunsch „Hilf mir, es selbst zu tun!“ im Vordergrund steht, verändert sich dieser innere Auftrag im Jugendalter. Jugendliche suchen nun nach Sinn, Zugehörigkeit und Orientierung. Sie wollen verstehen, welche Rolle sie in der Gesellschaft einnehmen können und wollen.
„Diese Achtung vor den jungen Menschen ist wesentlich. Niemals darf man Jugendliche wie Kinder behandeln.“
(M. Montessori)
Der Erdkinderplan antwortet auf diese Suche, indem Lernen eng mit realen Lebenszusammenhängen verbunden wird. Schule wird zu einem Ort, an dem Jugendliche Verantwortung übernehmen, wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Prozesse verstehen und sich als wirksam erleben können.
„Der Jugendliche braucht eine Erziehung, die ihn auf das Leben in der Gesellschaft vorbereitet.“
(M. Montessori)
Lernen bedeutet im Erdkinderplan daher:
- Arbeiten an realen Aufgaben und Projekten,
- Lernen in Gemeinschaft und Verantwortung,
- Verknüpfung von fachlichem Wissen, praktischem Tun und Reflexion,
- Auseinandersetzung mit Arbeit, Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft.
Ziel ist es, Jugendliche darin zu unterstützen, Urteilskraft, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln.
„Die Aufgabe der Schule ist es, den Jugendlichen auf ein unabhängiges Leben vorzubereiten.“
(M. Montessori)
Der Erdkinderplan versteht Schule somit nicht nur als Ort der Wissensvermittlung, sondern als Erfahrungsraum für gesellschaftliches Lernen. Jugendliche sollen erfahren, dass sie gebraucht werden, dass ihr Handeln bedeutungsvoll ist und dass sie Schritt für Schritt ihren Platz in der Gemeinschaft finden können.
So wird aus dem kindlichen Wunsch nach Selbstständigkeit der jugendliche Auftrag: Hilf‘ mir, meine Rolle in der Gesellschaft zu finden!“
Unsere Pädagogische Haltung an der IGS
Maria Montessori versteht das Jugendalter als eine Zeit tiefgreifender Veränderungen, in der junge Menschen ihren Platz in der Gesellschaft suchen.
„Der Jugendliche muss seinen Platz in der Gesellschaft finden.“
(M. Montessori: Von der Kindheit zur Jugend, 2016)
Dabei betont sie, dass Bildung in dieser Phase nicht losgelöst von der Wirklichkeit stattfinden darf, sondern reale Lebensbezüge braucht:
„Der Jugendliche braucht eine Erziehung, die ihn auf das Leben der Gesellschaft vorbereitet.“
(M. Montessori: Von der Kindheit zur Jugend, 2016)
Die Struktur der Schule trägt diesen Entwicklungsaufgaben Rechnung, indem sie:
- Beziehungskontinuität ermöglicht
- Verantwortung schrittweise überträgt
- Lernen in reale, gesellschaftliche Zusammenhänge einbettet,
- Selbstständigkeit, Urteilskraft und Verantwortungsbewusstsein fördert.
Die pädagogische Arbeit orientiert sich dabei an den Qualitätsrichtlinien der Deutschen Montessori Gesellschaft (DMG), die die fachliche und konzeptionelle Umsetzung der Montessori-Pädagogik der Sekundarstufe absichern.