Struktur, Selbstständigkeit und gemeinsames Wachsen
Ein klarer, verlässlicher Tagesrhythmus gibt Kindern Sicherheit. Gleichzeitig schaffen wir bewusst Freiräume, in denen sie selbstständig handeln, entscheiden und lernen können – ganz im Sinne der Pädagogik von Maria Montessori.
Das Ankommen – behutsam in den Tag starten
Unser Kinderhaus öffnet um 7.30 Uhr.
Von 7.30 Uhr bis 8.00 Uhr kommen die Kinder der Kinderhausgruppen (Ü3-Kinder) zunächst gemeinsam im Erdgeschoss an. Diese Zeit ermöglicht ein ruhiges, gruppenübergreifendes Ankommen.
Ab 8.00 Uhr wechseln die Kinder in ihre Stammgruppen, wo sie bis 8.30 Uhr persönlich begrüßt und angenommen werden.
Die Kinder der Nestgruppe (U3-Kinder) starten direkt in ihrer vertrauten Gruppe und Umgebung im Untergeschoss in den Tag.
Uns ist wichtig, dass jedes Kind in seinem Tempo ankommen darf – gesehen, willkommen und sicher.
Um 8.30 Uhr beginnt in allen Gruppen der gemeinsame Start in den Tag in der Regel mit einem Morgenkreis.
Der Morgenkreis – Gemeinschaft erleben
Der Morgenkreis ist ein wichtiger Orientierungspunkt im Tagesablauf. Hier begrüßen wir uns, singen, sprechen über den Tag, greifen aktuelle Themen oder Wünsche der Kinder auf und stärken das Gemeinschaftsgefühl.
Hier erleben die Kinder: Ich bin Teil einer Gemeinschaft. Meine Ideen sind wichtig.
Der Alltag in der Nestgruppe nach dem Morgenkreis
Frühstück und Freiarbeit – selbstbestimmt lernen
Nach dem Morgenkreis frühstücken die Kinder der Nestgruppe gemeinsam in ruhiger Atmosphäre.
Danach beginnt die Freiarbeitszeit – ein Herzstück der Montessori-Pädagogik.
Die Kinder wählen selbst:
womit sie sich beschäftigen
mit wem sie arbeiten oder spielen
ob sie sich drinnen oder draußen aufhalten möchten
Die vorbereitete Umgebung lädt zum eigenständigen Tun ein. Unsere Fachkräfte begleiten aufmerksam, geben Impulse und unterstützen bei Bedarf. So entsteht Lernen aus innerer Motivation.
Auch Spaziergänge und Zeit auf unserem Außengelände gehören selbstverständlich zum Vormittag.
Mittagessen – Selbstständigkeit im Alltag
Gegen 11.30 Uhr essen die Nestgruppen-Kinder gemeinsam.
Die Kinder entscheiden selbst, was und wie viel sie essen möchten. Sie werden ermutigt, Neues zu probieren, dürfen jedoch eigenständig wählen. Nachnehmen ist jederzeit möglich. Unsere Fachkräfte begleiten die Mahlzeit achtsam, unterstützen bei Bedarf und achten darauf, dass alle Kinder gut versorgt sind.
Mahlzeiten sind bei uns nicht nur Versorgung, sondern auch Lernfeld: Selbstständigkeit, Rücksichtnahme und Gemeinschaft werden hier täglich gelebt.
Ruhephase – Erholung ist Entwicklung
Gegen 12.00 Uhr beginnt unsere Ruhezeit.
Jedes Kind hat sein eigenes Bett und die Möglichkeit, sich auszuruhen und neue Kraft zu schöpfen. Kein Kind muss schlafen. Dennoch machen alle Kinder eine gemeinsame Pause – denn Erholung ist ein wichtiger Bestandteil eines ausgeglichenen Tages.
Gegen 13.30 Uhr lassen wir sanft das Tageslicht in die Räume und lüften. Die Kinder dürfen behutsam und in ihrem eigenen Tempo aufwachen.
Nachmittag und Abholzeiten
Ab 14.00 Uhr beginnt die erste Abholzeit, die um 14.30 Uhr endet. Für Kinder mit der Buchungszeit „Modul 1“ endet hier die Betreuungszeit.
Die Kinder, die länger bleiben, nehmen anschließend gemeinsam einen Nachmittagssnack ein. In dieser Zeit bitten wir darum, keine Abholungen einzuplanen. So können die Kinder in Ruhe essen und ihre Bedürfnisse wahrnehmen, ohne Entscheidungsdruck zu erleben.
Ab 15.00 Uhr ist offene Abholzeit.
Gegen 15.00/ 15.30 Uhr gehen die verbleibenden Kinder der Nestgruppe in die Kastaniengruppe (Erdgeschoss). Der gruppenübergreifende Spätdienst beginnt.
Um 16.00 Uhr schließt unser Kinderhaus.
Der Alltag in den Kinderhausgruppen nach dem Morgenkreis
Offenes Frühstück und Freiarbeit
Zwischen 9.00 Uhr und 10.00 Uhr findet das offene Frühstück statt. Die Kinder entscheiden selbst, wann sie in dieser Zeit essen möchten. Gegen 9.30 Uhr erinnern wir an die letzte Frühstücksmöglichkeit, damit der Tagesrhythmus für alle stimmig bleibt.
Parallel dazu und bis kurz vor 11.00 Uhr arbeiten die Kinder in der Freiarbeitszeit.
Die Kinder wählen selbstständig:
Montessori-Materialien aus verschiedenen Bildungsbereichen
kreative oder konstruktive Angebote
Gesellschaftsspiele
eigenes Freispiel
Unsere Fachkräfte begleiten als achtsame Beobachter*innen, geben gezielte Impulse und sorgen für eine ruhige, vorbereitete Umgebung. So kann konzentriertes Arbeiten aus innerer Motivation entstehen.
Bewegung im Freien
Gegen 11.00 Uhr gehen die Kinder auf das Außengelände (außer bei Wetterwarnung). Bewegung und Naturerfahrung sind ein wichtiger Bestandteil unseres pädagogischen Alltags.
Mittagessen in den Kinderhausgruppen
Gegen 12.00 Uhr beginnt das gemeinsame Mittagessen.
Die Kinder entscheiden selbst, was und wie viel sie essen möchten. Sie werden ermutigt, Neues kennenzulernen – jedoch ohne Zwang. Selbstständigkeit und gegenseitige Rücksichtnahme stehen hierbei im Mittelpunkt.
Ruhe- und Nachmittagsgestaltung in den Kinderhausgruppen
Nach dem Mittagessen gibt es keine feste Schlafenszeit, sondern eine bedürfnisorientierte Ruhephase.
Je nach Situation lesen wir gemeinsam, bieten ruhige Beschäftigungen an oder schaffen Rückzugsmöglichkeiten. Wenn der Bewegungsdrang groß ist, gehen wir nochmals ins Freie. Dabei achten wir darauf, sowohl dem Bedürfnis nach Aktivität als auch nach Entspannung gerecht zu werden.
Nachmittag und Spätdienst
Ab 14.00 Uhr beginnt die erste Abholzeit bis 14.30 Uhr.
Für die Modul-1-Kinder endet hier der Betreuungstag.
Anschließend nehmen die verbleibenden Kinder gemeinsam einen Nachmittagssnack ein – bei gutem Wetter draußen oder im Erdgeschoss in der Kastaniengruppe. In dieser Zeit bitten wir darum, keine Abholungen einzuplanen, damit die Kinder in Ruhe essen und ihre Bedürfnisse wahrnehmen können.
Gegen 15.00/ 15.30 Uhr kommen auch die verbleibenden Kinder der Nestgruppe hinzu. Der gruppenübergreifende Spätdienst beginnt.
Ab 15.00 Uhr ist offene Abholzeit.
Um 16.00 Uhr schließt unser Kinderhaus.
Unser Grundgedanke
Unser Alltag verbindet:
feste Strukturen und Rituale
Freiheit innerhalb klarer Rahmenbedingungen
Selbstständigkeit im täglichen Tun
Gemeinschaft und gegenseitigen Respekt
Unser Tagesablauf verbindet Struktur mit Selbstbestimmung. Feste Zeiten geben Sicherheit, wiederkehrende Rituale schaffen Orientierung – und gleichzeitig bleibt genügend Raum für individuelle Entwicklung, Entdeckungen und gemeinsame Erlebnisse.
So entsteht ein Alltag, in dem Kinder sich geborgen fühlen, wachsen dürfen und mit Freude lernen.